06.11.2019 21:25

„What auditors do and don’t“ – Gastvortrag von Martin Wambach am 6. November 2019

Foto: Privat

Im Rahmen des Kurses „Finanzorientierte Unternehmensführung“ (Master-Studiengang BWL) durften wir Herrn Martin Wambach, Geschäftsführender Partner und Chief Digital Officer bei Rödl & Partner, zu einem interessanten Gastvortrag mit einer anschließend spannenden Diskussion begrüßen.

Einschlägige Vorurteile gegenüber dem Berufsstand der Wirtschaftsprüfer, wie ein Leben im Hotel, wenig digitale Arbeit und langweiliges "Häkchenmachen" – um nur einige zu nennen – konnte Herr Wambach in vielen Fällen schnell ausnerzen. Selbstverständlich ist und bleibt ein Wirtschaftsprüfer auch in Zukunft Experte, Berater, Gutachter und Prüfer in einer Person. Allerdings entwickelt sich dieser immer mehr zu dem zentralen Prozess- und Datenexperten der Wirtschaft.

Das dazu nötige Handwerkszeug setzt sich heute aus einer Vielzahl von modernen und leistungsfähigen Analyse-Tools zusammen. Die dafür unabdingbare digitale Kompetenz ist wohl nicht nur im Hause Rödl & Partner ein zentraler Schlüsselerfolgsfaktor. Herr Wambach zeigte diesbezüglich sieben Ansatzpunkte auf, die bei der erfolgreichen Umsetzung der digitalen Transformation in der Wirtschaftsprüfung berücksichtigt werden müssen, nämlich (1) Cloud-Technologie, (2) Big Data, (3) AI/ML, (4) IoT, (5) Blockchain, (6) Social Media und (7) Mobile.

Gerade das Zusammenwirken dieser Technologien ermöglicht es dem Abschlussprüfer, seinen Mandanten neue Einblicke aufzuzeigen. Beispielsweise lassen sich mittels Process Mining ineffiziente Prozesse identifizieren, in denen erhebliche Skonti nicht gezogen wurden. Vorausgesetzt der Mandant verfügt über eine ausreichend homogenisierte Systemlandschaft, können diesem im Rahmen der Abschlussprüfung verstärkt echte Mehrwerte aufgezeigt werden – im Idealfall resultieren daraus Einsparungen, die sogar die eigentlichen Prüfungshonorare übersteigen können.

Für diese spannenden Einblicke in das Tätigkeitsfeld von Wirtschaftsprüfern danken wir Herrn Martin Wambach herzlichst und freuen uns, ihn auch künftig wieder an der Heinrich-Heine-Universität begrüßen zu können!

 

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Barbara E. Weißenberger